Archiv für den Monat: Februar 2016

Abgänge

Sichere Kreuzungsarbeit ist Voraussetzung für dieses Seminar.

Das Szenario ist folgendes: Ein Platz hat mehrere Abgänge, welche die Versteckperson genommen haben könnte. Da es den Hund sehr viel Kraft und Konzentration kosten würden, den Platz voll abzuarbeiten, helfen wir ihm. Wir führen ihn einzeln an die Abgänge. Entweder zeigt der Hund ein Negativ an – d.h. hier findet er keine Spur zum Geruchsartikel – oder er findet die Spur und folgt dem Trail.

Diese Aufgabe ist eine tolle Teamarbeit. Wenn der Hund an den verschiedenen Abgängen angesetzt wird, wird der Trail jeweils für ihn unterbrochen. Beim Neuansetzen ist ein neuerliches Geben des Geruchsartikels nicht nötig, der Hund kennt seine Aufgabe.

Auch hier kommt die Freude am gemeinsamen Lösen der Aufgabe nicht zu kurz.

 

Geruchsträger

Grundsätzlich arbeiten wir mit einem “guten” Geruch aus der Tüte. Allerdings ist es auch spannend zu sehen, wie der Hund Gerüche an Gegenständen aufnehmen kann. Beispiele dafür sind:

  • ein Gegenstand, den die Versteckperson berührt hat, z.B. eine Kaffeetasse
  • der Autositz
  • Autoschlüssel
  • Schmuckstücke wie z.B. Ohrringe
  • Wasser, worin die Versteckperson ihre Hände gewaschen hat,
  • eine verlorene EC-Karte und vieles mehr.

Fortgeschrittenen Hunden können wir  kontaminierte Geruchsträger anbieten, d.h. der Hund erhält einen Geruchsartikel auf dem sich zwei Gerüche befinden und muss sich für denjenigen entscheiden, dessen Spur er aufnehmen kann.

Für Fortgeschrittene

Hunde, die bereits Erfahrung mit unterschiedlichen oder auch kontaminierten Geruchsartikel haben, bieten wir gerne was Neues. Hier könnt Ihr nachlesen und sehen, dass Hunde selbst aus verbrannter Asche genügend Duftspuren entnehmen können und ihnen gänzlich unbekannte Personen suchen können. Ich bin immer wieder aufs neue überrascht, wie gut die Hundenase funktioniert.

Geruchsdifferenzierung

Geruchsunterscheidung gehört zur Grundausbildung der Hunde. Im Grunde unterscheidet der Hund schon beim ersten Anfängertrail – der möglichst im Grünen und ohne weitere Personenspuren stattfindet – Gerüche. Die Luft besteht für den Hund nur aus Geruch. Bei der Geruchsdifferenzierung lernt der Hund, genau dieser einen Geruchsspur zu folgen.

Einfache Übungen sind z.B., dass der Trail über einen belebten Weg gelegt wird, auf dem zeitgleich mit der Versteckperson fremde Menschen laufen. Die Qualität dieser belebten Plätze steigert sich mit der Fähigkeit des Hundes, d.h. ein trainierter Mantrailer findet auch am Bahnhof seine Versteckperson, auch wenn es dort von Gerüchen nur so wimmelt.

Weitere Übungen sind, dass mehrere Menschen mit der Versteckperson zum Ziel laufen und der Hund dann dort die richtige Person anzeigen muss. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich z.B. leicht variieren, indem die verschiedenen Personen enger oder weiter auseinander platziert sind.

Es gibt zu diesem Thema ganz viele und ganz tolle Übungen, die wir nacheinander abarbeiten werden.

 

Querfeldein

Der Name ist Programm: Wir trailen querfeldein über die Wiese und durch den Wald.

Das Ziel dieser Aufgabe ist es, dass Euer Hund – und natürlich auch Ihr selbst – lernt, dass sich die Versteckperson nicht nur auf Wegen fortbewegt sondern auch mal quer über die Wiese läuft oder im Wald zickzack. Bei diesen Trails lernt Ihr, überhaupt nicht Euren Augen zu trauen. Der Hund wird lernen, seiner Nase zu folgen und Ihr, Eurem Hund zu vertrauen.

Ein tolles Team-Training für Hund und Halter.

Versteckpersonen in unterschiedlichen Positionen

Von Anfang an lernen Eure Hunde bei uns, dass die zu suchende Person am Ziel in ganz unterschiedlichen Positionen aufzufinden ist. Das heißt, die Versteckperson kann z. B.

  • auf einer Bank sitzen,
  • auf einer Bank liegen,
  • stehen,
  • am Boden liegen,
  • gehen,
  • auf einem Hochsitz platziert sein,
  • unter eine Decke versteckt sein,
  • auf einem Fahrrad sitzen etc.

So lernen die Hunde sich ganz auf ihre Nase zu verlassen.

Nebenbei bemerkt: Auch uns macht so viel Abwechslung recht viel Spaß.

P.S. Wer sieht die Zielperson im Beitragsbild?

Kreuzungen

In diesem Seminar dreht sich alles um die Kreuzungsarbeit.

  • Wie nähert man sich einer Kreuzung?
  • Wie arbeitet man mit der Leine an einer Kreuzung?
  • Wie erkennt man, ab wann man mitgeht oder stehenbleibt?

Hier lernt Ihr, Eurem Hund den nötigen Spielraum zu geben, damit dieser eine Kreuzung sauber und sicher ausarbeiten kann. Ob es sich um eine T-Kreuzung, eine Y-Kreuzung oder eine einfache Abzweigung handelt, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, dass Ihr lernt, Euren Hund an Kreuzungen nicht zu beeinflussen sondern ihm die Freiheit zur Entscheidung gebt, seine Entscheidung erkennt sowie anerkennt und ihm dann folgt.