Archiv für den Monat: Mai 2017

Experiment: 3 Versuche, 2 Hunde, 1 Ergebnis

Wir wollten es wieder mal wissen: Kann ein Hunde einer Spur inmitten von 3500 folgen?

Am Sonntag war Stadtlauf und mehrere Bekannte von mir haben daran teilgenommen. Im Vorfeld habe ich von ihnen Geruch genommen. Kann es ein Hund schaffen, aus diesen tausenden Gerüchen diesen einen zu finden?

Alle Hunde haben gezeigt: “Wir finden hier keinen Geruch, der zur Aufgabe passt.”

Beim ersten Versuch war die Spur ca. 30 Minuten alt, beim zweiten Versuch ca. 2 Stunden. Amigo zeigt ein Negativ durch Bellen an. Da er am Start vor Erregung auch gerne mal bellt, brauche ich ein eindeutiges Verhalten von ihm. Normalerweise arbeitet er nach dem Start ruhig und schießt gleich los.

Im Video seht Ihr daher einen “Standard-Start” von Amigo: bellen, riechen und los. Und dann die zwei Versuche, bei denen Amigo sofort umgehend nach der Geruchsaufnahme weiterbellt.

Eine interessante Erfahrung für uns alle. Natürlich haben wir danach noch normale Trails gemacht, bei denen die Hunde wie gewohnt fündig geworden sind.

Ein Hauch genügt

Kann das klappen, dass ein völlig fremder Mensch gefunden werden kann, wenn als Geruch nur ein geschlossenes Glas mit Deckel zur Verfügung steht, in den die Zielperson einmal kräftig hinein geatmet hat?

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Buffy schaut ziemlich ungläubig in das Glas, enthielt dies doch sonst immer den sichtbaren Geruchsartikel.

Das Glas selbst wurde von der Hundeführerin aus dem Karton geholt und der Zielperson vorgehalten, d.h. von der gesuchten Person sind keinerlei Abdrücke am Glas.  Wirklich nur der Hauch bzw. was davon übrig blieb sind im Glas.

Um es kurz zu machen: Ja, der Geruch hat gereicht, Buffy hat die Person gefunden und eindeutig angezeigt.

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Wieder einmal staunen wir über die Leistung der Hundenase und freuen uns schon auf die nächsten Trails.

 

Mantrailing: Auch oder gerade für ängstliche Hunde

Es war recht spannend, einen ängstlichen und menschenscheuen Hund für das Mantrailing zu begeistern. Mit jedem Durchgang näherte sich der Hund weiter der Zielperson an. Leider gibt es kein Foto vom allerletzten Durchgang, wo er schon rennend auf mich zugekommen ist.

Das große Ziel ist, dass der Hund durch das Mantrailing sich unter Menschen wohler fühlt, nicht mehr so viele Ängste haben muss und einfach leichter durchs Leben kommt.

Auf den Fotos gut zu erkennen, wie er immer besser das leckere Stück Leberkäse – das haben wir auf das T-Shirt gelegt – nimmt. Bei der ersten Zielperson angekommen haben wir die Futterbelohnung noch zugeworfen und Frauchen hat gelobt.

Im zweiten Durchgang hat er das Futterstück bereits zaghaft aus der Hand genommen. Eine wirklich schöne Leistung für diesen Hund.

Da wir nur mit maximal 3 Mensch-Hunde-Teams trainieren bleibt für jedes Team ausreichend Zeit, die Übungen ganz genau abzustimmen.